Kondensataufbereitung

Ein zwangsläufig anfallendes Nebenprodukt bei jeder Drucklufterzeugung ist Kondensat. Dieses Kondensat entsteht durch die in der angesaugten Luft enthaltene Luftfeuchtigkeit. Bei der Verdichtung und damit verbundenen Temperaturerhöhung liegt diese Feuchtigkeit zunächst als Dampfphase vor. Da nach der Verdichtung nur noch ein Bruchteil des ursprünglichen Volumens vorhanden ist, kommt es zur Übersättigung der Luft. Bei Abkühlung fällt die Luftfeuchtigkeit als Kondenswasser aus. Dieses Kondensat enthält ausser Wasser und Öl weiterhin alle durch den Verdichter angesaugten Bestandteile der Umgebungsluft. Diese werden aufkonzentriert und führen zur Kontamination des Kondensates.

Folgen des Kondensates auf die Druckluftanlage:
Kondensat, egal ob ölhaltig oder ölfrei, führt zu starken Korrosionsschäden im Leitungsnetz sowie bei den nachgeschalteten Prozessen. Während ölfreie Kondensate aufgrund des pH-Wertes mehr säureartig wirken, führen ölhaltige Kondensate mehr zum Verharzen und Verkleben. Die geforderte Luftqualität, auch bei geringer Klasse, kann nicht mehr erreicht werden.

Wo fällt das Kondensat an?
Kondensat fällt immer dann an, wenn die Temperatur in der Druckluft den Drucktaupunkt unterschreitet. Das geschieht in Nachkühlern, Kesseln, Zyklonabscheidern, Filtern, Trocknern sowie in den Leitungsnetzen. Die grössten Mengen Kondensat werden am Punkt des grössten Temperaturgefälles nach der Verdichtung abgegeben.

Kondensat ist aufgrund der hohen Schadstoffbelastung äußerst umweltschädlich und muss aus diesem Grund fachgerecht entsorgt werden. Die im Kondensat enthaltenen Mineralöle sind biologisch schwer abbaubar und beeinträchtigen Sauerstoffeintrag und Schlammverfaulung in den Kläranlagen. Dadurch wird die gesamte Wasseraufbereitung in ihrer Wirksamkeit reduziert. Die Folgen sind eine Gefährdung des Naturhaushaltes und der menschlichen Gesundheit.

Kondensat aus ölgeschmierten Kompressoren enthält, je nach Jahreszeit, Ölanteile zwischen 200 und 1000 mg/l. D.h., daß Kondensat zu ca. 99 % aus Wasser und nur zu ca. 1 % aus Öl besteht. Trotzdem ist dieses Kondensat laut Gesetz als mineralölhaltiges Abwasser zu betrachten. Als solches darf es nicht in die öffentliche Kanalisation gelangen. Maßgeblich für die Anforderungen an die Sauberkeit des Abwasser ist der § 7a des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Dieses schreibt vor, daß die Schadstofffracht im Abwasser so gering gehalten wird, wie dies nach den „allgemein anerkannten Regeln der Technik" möglich ist. Diese Regeln werden von der Bundesregierung durch allgemeine Verwaltungsvorschriften festgelegt.

Nach ATV (Abwassertechnische Vereinigung e.V.) Arbeitsblatt A 115 liegt der Grenzwert für den Restöl-Gehalt im Abwasser zur Zeit bei 20 mg/l. Maßgeblich ist jedoch die jeweilige Entwässerungssatzung der zuständigen Gemeinde. Teilweise liegen die Grenzwerte deutlich unter 20 mg/l Restöl-Gehalt.

Das heißt, Kondensat ist fachgerecht zu entsorgen oder aufzubereiten.


BEKO

WORTMANN

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